Stadtgeschichte und Kultur erfahren

  
So. 27.09.2026, 11:30 bis 13:45 Uhr
Migrationsschicksale zur Zeit des Nationalsozialismus
Heidelberg zwischen 1939 und 1945: Juden, Sinti und Andersdenkende fliehen oder werden deportiert. Junge Heidelberger werden an die Front gebracht, Vertriebene und Kriegsgefangene kommen in die Stadt. All diese Menschen sehnen sich nach Heimat. Sie wissen nicht, ob sie sie jemals wiedersehen. Auf einem Stadtrundgang zu ihren einstigen Wohnungen stellt Sebastian Klusak einige dieser Schicksale vor. Die Führung findet am So, 27.09. von 11:30 bis 13:45  (Achtung: neue Endzeit!) statt. Sprache: Deutsch. Der Treffpunkt wird nach der Anmeldung bekanntgegeben. Es fällt keine Teilnahmegebühr an, aber ohne Anmeldung mittels des Anmeldelinks auf dieser Seite bis zum 23.09. ist die Teilnahme leider nicht möglich.  Die Stadtführung ist Teil der "Interkulturellen Woche" von 27.09. bis 04.10. Diese Woche eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie, die seit 1975 jährlich stattfindet und das Miteinander der verschiedenen Kulturen fördern soll. Sie besteht aus Festen, Ausstellungen, Gesprächen und anderen Veranstaltungen, um Vorurteile abzubauen, den Austausch zu stärken und ein Zeichen gegen Ausgrenzung zu setzen. Das diesjährige Motto lautet „DAFÜR!“. Die Woche wird in Heidelberg vom Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche und dem Caritasverband Rhein-Neckar organisiert. Das vollständige Programm finden Sie hier https://diakonie-heidelberg.de/aktuelles/termine

Referent ist Sebastian Klusak. Teilnahmegebühr: 0,00 € (Erwachsene) bzw. 0,00 € (Kinder bis 14 J. Anmeldungen (verpflichtend) bis 23.09. mittels des nebenstehenden Anmeldeformulars.

Treffpunkt: Treffpunkt wird nach der An´meldung bekanntgegebenLeitung:

Sebastian Klusak

Stadtgebiet Heidelberg
Mo. 09.11.2026, 16:30 bis 18:30 Uhr
Führung zum Nationalsozialismus in Heidelberg
Albert Speer, Gustav Adolf Scheel und Josef Goebbels sind nur einige Beispiele von führenden Nationalsozialisten, die zeitweise in Heidelberg lebten. Auch "berühmte" Verfolgte wie Karl Jaspers, Hannah Arendt oder Fritz Bauer verbrachten einige Zeit hier. Bei dieser Führung geht es auch um nicht berühmte, wenig bekannte Fluchtschicksale, die auf bisherigen Führungen noch nicht thematisiert wurden. Wo genau wohnten diese Menschen, und was wurde aus ihnen, nachdem sie Heidelberg verließen?

Dazu veranstaltet die Evangelische Erwachsenenbildung Heidelberg eine Führung. Diese findet am Tag der Reichspogromnacht, also am Montag, 09.11. 26 von 16:30-18:45 statt. Der Preis beträgt 14 € (Kinder bis 14 J. 7 €). Bitte überweisen Sie uns diesen Betrag NICHT - es geht Ihnen kurz vor oder kurz nach dem Termin eine Rechnung zu.  Der Treffpunkt wird erst kurz vorher bekanntgegeben. Anmeldung nötig bis Mi, 04.11. Wenn Sie sich zusammen mit Jemand anders anmelden und Ihren Teilnehmendenbetrag auch für diese Person zahlen, geben Sie bitte dessen Namen einfach ins Bemerkungsfeld der Anmeldung an. Wenn die andere(n) Person(en) ihren Beitrag selbst zahlen sollen, müssen sich diese auch selbständig anmelden. Es gelten die AGBs der Evangelischen Erwachsenen- und Familienbildung, die Sie hier finden https://erwachsenenbildung.ekihd.de/media/download/variant/123204/agbs_eeb_heideberg_4.pdf
Im Anschluss besteht Gelegenheit, sich der Teilnahme an der Gedenkveranstaltung der Stadt Heidelberg auf dem Synagogenplatz in der Heidelberger Altstadt anzuschließen, die etwas früher (18:00) begonnen hat. 

Leitung:

Sebastian Klusak

Preisinformationen:

TN-Beitrag: 14 € (Kinder bis 14 J. sowie Azubis und Studierende 7 €)

Altstadt Heidelberg
Di. 30.03.2027 - So. 04.04.2027
Studienreise
In Südwestdeutschland steht der Name Gurs für die Deportation der badischen, pfälzischen und saarländischen Juden. An einem einzigen Tag, dem 22. Oktober 1940, wurden über 6400 Menschen, vom Baby bis zum Greis, ins besiegte Frankreich abgeschoben.

Die Regierung des Vichy-Regimes internierte sie im „Camp de Gurs“ am Rande der Pyrenäen, wo viele von ihnen aufgrund der verheerenden Lebensbedingungen in den ersten Monaten der Haft verstarben. Andere konnten bis Anfang 1941 auswandern bzw. fliehen und im Untergrund überleben. Für den größeren Teil der Deportierten war Gurs eine Station auf dem Weg nach Auschwitz.

Auf der Fahrt mit dem Reisebus nach Gurs machen wir an verschiedenen Stationen halt: unter anderem beim „Mémorial de Rivesaltes“ bei Perpignan und beim „Mémorial Camp des Milles" bei Aix-en-Provence.

Das „Mémorial de Rivesaltes“ thematisiert die Rolle der Lager in Südfrankreich im Umgang der französischen Politik mit jüdischen Flüchtlingen und anderen „unerwünschten Ausländern“. Nach der Befreiung Südfrankreichs 1944 von der Wehrmacht wurden im „Camp des Rivesaltes“ deutsche und italienische Kriegsgefangene sowie französische Kollaborateure festgehalten. Von 1962 an war es Aufnahmeort für Algerier, die im algerischen Bürgerkrieg auf der Seite Frankreichs gekämpft hatten. Bis 1972 wurde das „Camp des Rivesaltes“ schrittweise aufgelöst. Zwischen 1986 und 2007 dienten zwei Baracken als Abschiebelager.

Die als moderner Lernort konzipierte Gedenkstätte „Mémorial Camp des Milles“ bei Aix-en-Provence befindet sich in einer ehemaligen Ziegelfabrik. Les Milles trägt den Beinamen „Camp des artistes“, denn dort waren neben politisch und rassisch Verfolgten viele verfemte deutsche Künstler interniert, etwa Max Ernst, Wols, Hans Bellmer, Robert Liebknecht und Schriftsteller wie Lion Feuchtwanger, Franz Hessel und Walter Janka. Mehr als vierhundert Bildwerke wurden hier geschaffen, manche sind an den Wänden noch sichtbar. Die historische Bausubstanz der Ziegelfabrik ist weitgehend erhalten.

Abfahrt ist am frühen Morgen des 30. März 2027 in Karlsruhe, weitere Zustiegsorte sind Offenburg und Freiburg.

Besuchte Gedenkstätten: Camp de Gurs, Camp des Rivesaltes und Camp des Milles bei Aix-en-Provence. Die Gruppe wird vor Ort von kundigen Führer*innen empfangen.

900 Euro inkl. Busreise, Übernachtung im DZ und Halbpension. Ermäßigung möglich. EZ mit Preisaufschlag, soweit möglich.

Weitere Infos bei Jürgen Stude, 07807 957612 oder foerderverein-mahnmal@web.de.

Kooperation:

Förderverein Mahnmal zur Erinnerung an die nach Gurs deportierten badischen Jüdinnen und Juden e. V., www.Mahnmal-Neckarzimmern.de

Leitung:

Susanne Christ, Jürgen Stude, Renate Kreplin

Kosten: 900,00 €
Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben
  

Führungen für Schüler:innen- und Jugendgruppen

Die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung Heidelberg hat viel Erfahrung in der Durchführung von Lerngängen, Exkursionen und außerschulischen Projekten. Für das laufende Schuljahr sind noch Termine frei! Haben Sie Interesse daran, mit Ihrer Klasse oder Projektgruppe das Gelernte einmal auf einer Führung zu vertiefen oder zu ergänzen? Benötigen Sie unseren Rat oder wollen, dass wir zur (Mit)gestaltung einer Stunde zu Ihnen in die Schule kommen? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns. Der TN-Beitrag beläuft sich auf 5 € pro SuS; Begleitpersonen sind kostenfrei. Die Dauer beträgt in der Regel 2, auf Wunsch gerne auch 3 oder 4 Unterrichtsstunden. Hier finden Sie die derzeit buchbaren Themen zum Download.Wir freuen uns auf Sie!

Napoleons Familie in der Kurpfalz

Schloss Edingen Neckarhausen Bild 2Micha gemeinfrei  nach CC BY 2.0 (Wikipedia)
Am 09.11.1799 führte ein Staatsstreich in Paris zu einer neuen Verfassung, nach der Napoléon Bonaparte als "Erster Konsul" der de-facto-Herrscher Frankreichs wurde. Unter seiner Regierung wurden die Errungenschaftten der französischen Revolution zurückgedrängt, Frankreich gleichzeitig modernisiert, ganz Europa einschließlich Russland mit Krieg überzogen und die europäischen Staatenlandschaft neu geordnet.
Kaum Jemand weiß jedoch, dass der Kaiser der Franzosen gerade zur Kurpfalz intensive Beziehungen hatte. Die evangelische Erwachsenen- und Familienbildung Heidelberg bietet daher Erwachsenengruppen eine Fahrradtour von Mannheim nach Heidelberg auf dieser Beziehungen an. Dabei besichtigen wir von außen u.a. das  Schloss Mannheim, das Schloss Edingen-Neckarhausen und Großherzogliche Palais in Heidelberg.


Buch "Heidelberger auf der Flucht"

Quelle: Erich Kinting, EEB HD, Evangelische Erwachsenenbildung

Heidelberg zwischen 1939 und 1945: Jüdische Bürger werden deportiert, Kriegsgefangene in die Stadt gebracht. Intellektuelle ,Künstler und politisch Andersdenkende fliehen ins Exil. Die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung Heidelberg hat die Schicksale einige dieser Menschen recherchiert und nach den Häusern gesucht, in denen sie einst lebten. Hieraus ist ein Buch entstanden, auf dessen Basis sich LeiterInnen von Jugend- oder Erwachsenengruppen Rundgänge zusammenstellen können, die sie mit Jugendlichen oder Erwachsenen durchführen. Das Buch (s. Cover anbei) richtet sich aber auch an zeitgeschichtlich interessierte Leser, die nicht Gruppenleitende sind. Anlass ist die 75. Wiederkehr des Endes des Zweiten Weltkrieges. Das Buch hat 176 Seiten, ist beim Verlag Tredition (Hamburg) erschienen und in jeder Buchhandlung sowie direkt beim Verlag Tredition bestellbar. Es ist in folgenden Ausgaben erhältlich: Paperback (14,84 € ISBN: 978-3-347-18676-7); Hardcover (21,84 €,ISBN: 978-3-347-18677-4) und E-Book (2,99 €, ISBN: 978-3-347-18678-1).
 

Stadtgeschichtliche Bibliothek und Kostümverleih

Sie wollen sich als Ritter, Hofdame, Knecht, Magd o.ä. verkleiden? Wir leihen Ihnen gerne ein Kostüm dafür aus! Sie suchen vielleicht stadtgeschichtliche Literatur über Heidelberg und seine Umgebung? Unsere (kleine) stadtgeschichtliche Büchersammlung steht Ihnen gerne zur Ausleihe zur Verfügung.
Sowohl die Ausleihe der Kostüme als auch die der Stadtgeschichtlichen Literatur ist kostenlos. Sie sind lediglich dazu verpflichtet, die ausgeliehenen Dinge reparieren zu lassen oder zu erssetzen, wenn Sie sich beschädigen oder verlieren. Wollen Sie etwas ausleihen, schreiben sie uns einfach eine Mail. Wir machen dann einen Termin aus, wo Sie sich ein Kostüm abholen bzw. in unserer kleinen Bibliothek stöbern können.

Gutscheine für Stadtführungen

Verschenken Sie Zeit zu zweit! Mit einem Gutschein für eine Stadtführung für 2 Personen (2 Jahre gültig, 19 Euro inkl. Porto) ermöglichen Sie einem nahestehenden Menschen und sich selbst ein außergewöhnliches Erlebnis. Einen Anlass finden Sie bestimmt! Wählen können Sie aus allen fest terminierten Stadtführungen. Schreiben Sie uns eine Mail, und Sie erhalten nach Zahlungseingang per Post einen dekorativen Gutschein. Bei der Anmeldung teilen Sie uns einfach die Gutschein-Nummer mit.